Poster: Mineralien

Poster: Mineralien

Art.-Nr.: B 92250

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Das Poster Mineralien entstand 2017 und zeigt 267 natürliche Mineralien und geschliffene Edelsteine. Zu jedem Stein ist das Herkunftsland angegeben.
Minerale oder Mineralien sind durch geologische Prozesse entstandene Stoffe mit einer festen chemischen Struktur, also Elemente oder chemische Verbindungen, die in der Regel kristallin vorliegen. Es gibt etwa 5000 Minerale, die je nach Systematik in 8-10 Klassen eingeteilt werden. Die relativ seltenen Borate und organischen Minerale sind hier nicht aufgeführt.

Elemente
Etwa 30 Elemente kommen in reiner (gediegener) Form als Minerale in der Natur vor, viele davon extrem selten. Erstaunlich ist, dass auch das flüssige Metall Quecksilber in reiner Form in der Natur vorkommt. Es ist die einzige als Mineral anerkannte flüssige Substanz.
Abgebildet sind Antimon, Arsen, Bismut, Blei, Eisen, Gold, Kohlenstoff (Diamant und Graphit), Kupfer, Platin, Quecksilber, Schwefel und Silber, also 13 Elemente.

Sulfate
Die Mineralklasse der Sulfate und verwandten Verbindungen umfasst etwa 700 Mineralien. Sulfate sind Salze der Schwefelsäure und haben in Sedimentgesteinen große Bedeutung. Sie enthalten das Sulfat-Anion SO4 2-. Außerdem zählen hierzu noch Selenate, Chromate, Molybdate, Wolframate und andere.
Abgebildet sind Baryt (Bariumsulfat), Coelestin (Strontiumsulfat) und Gips (Calciumsulfat).

Sulfide
Etwa 600 Mineralien zählen zur Mineralklasse der Sulfide, die auch Sulfosalze und verwandte Verbindungen umfasst. Sulfide sind Salze oder Derivate des Schwefelwasserstoffs H2S. Es handelt sich um eine wichtige Gruppe von Erzen, die in der Metallgewinnung große Bedeutung haben. Sie enthalten das Sulfid-Anion S2-.
Abgebildet sind Pyrit (Eisensulfid), Chalkopyrit (Kupfer-Eisensulfid), Sphalerit (Zinksulfid, auch als Zinkblende bekannt), Galenit (Bleisulfid) und Stibnit (Antimonsulfid).

Oxide und Hydroxide
Oxide ergeben sich aus der Verbindung von Elementen mit Sauerstoff, meist unter hohem Druck im Erdinneren. Allerdings gehört auch Wassereis in diese Mineralklasse.
Hydroxide entstehen aus der Verbindung von Metalloxiden mit Wasser an der Erdoberfläche. Es gibt insgesamt etwa 400 Minerale dieser Klasse.
Auch Quarz ist ein Oxid und nach den Feldspaten das zweithäufigste Mineral der Erdkruste.
Abgebildet sind Quarz (Siliciumoxid, in verschiedenen Kristallisationsformen Achat, Amethyst, Citrin und typische Quarzkristalle), Hämatit (Eisenoxid) und Korund (Aluminiumoxid, unter anderem Saphir und Rubin).

Phosphate
Zu dieser Mineralklasse werden Phosphate, Arsenate und Vanadate gezählt. Phosphate enthalten das Anion PO4 3-. Gesteinsbildend bedeutsam ist nur der Apatit. Einige Minerale wie der Pyromorphit sind häufig, die meisten anderen treten nur in geringen Mengen auf.
Abgebildet sind Pyromorphit (Bleiphosphat mit Chlor), Apatit (Calciumphosphat mit Fluor und Chlor), Variscit (Aluminiumphosphat) und Türkis (Kupfer/Eisen/Aluminiumphosphat).

Carbonate
Carbonate sind die Salze der Kohlensäure H2CO3 und haben als Hauptbestandteil der Kalksteine eine weite Verbreitung. Zur Mineralklasse der Carbonate gehören auch die selteneren Nitrate, die vor allem in tropischen Salzseen auftreten, als Salze der Salpetersäure HNO3.
Abgebildet sind Calcit (Calciumcarbonat), Rhodochrosit (Mangancarbonat), Smithsonit (Zinkcarbonat), Azurit und Malachit (beides basische Kupfercarbonate).

Halogenide
Halogenide treten in Salzlagerstätten auf und sind Verbindungen aus Fluor, Chlor, Brom oder Jod mit Kationen wie Natrium oder Calcium. Es gibt etwa 140 Minerale in dieser Klasse. Das Steinsalz oder Speisesalz NaCl, mineralogisch Halit genannt, ist sicherlich das bekannteste.
Abgebildet sind Fluorit (Calciumfluorid), Halit (Natriumchlorid) und Sylvin (Kaliumchlorid).

Silikate
Die Silikate stellen mit ihren vielen gesteinsbildenden Mineralien die größte Klasse dar. Zur Gruppe gehören zudem noch die sehr seltenen Germanate.
Die Erdkruste besteht zu etwas über 90 %, der Erdmantel fast vollständig aus Silikaten. 50-60 % davon entfallen auf die Feldspäte, hinzu kommen Glimmer, Tonminerale, Amphibole, Olivin und andere wichtige Minerale. Auch das Oxid Quarz kann man zu den Silikaten zählen. Alle erdähnlichen Planeten bestehen zum Großteil aus Silikaten.
Grundbaustein aller Silikate ist das Anion der Kieselsäure, der SiO4-Tetraeder. Diese Tetraeder können sich verbinden und komplexe Strukturen ausbilden: Ketten-, Ring- oder Schichtsilikate.
Abgebildet sind Almandin (Eisen/Aluminiumsilikat), Beryll (Beryllium/Aluminiumsilikat, als Aquamarin, Morganit, Heliodor und Smaragd), Chrysokoll (Kupfer/Aluminiumsilikat), Jadeit (Natrium/Aluminiumsilikat), Dioptas (Kupfersilikat), Muskovit (Kalium/Aluminiumsilikat mit Fluor), Topas (Aluminiumsilikat mit Fluor), Rhodonit (Mangan/Eisen/Magnesium/Calciumsilikat), Lasurit (Natrium/Calcium/Schwefel/Aluminiumsilikat) und Zirkon (Zirkoniumsilikat).


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